Stakeholderdialog als Chance nutzen

Gastbeitrag bei der Logistik-Initiative Hamburg

- Der Fall: Ein mittelständisches Transportunternehmen mit rund 1.200 Mitarbeitern, 15 Standorten im gesamten Bundesgebiet, knapp 90.000 Quadratmetern Logistikfläche und rund 100.000 Palettenstellplätzen will ab 2016 seinen CSR-Bericht auflegen. Zur Vorbereitung sollen im Rahmen eines Stakeholderdialogs Bedürfnisse und Anregungen der wichtigsten Zielgruppen in einem Managementprozess zusammengeführt werden. RAIKESCHWERTNER Geschäftsführer Alexander Schwertner hat dieses Praxisbeispiel im neuen Leitfaden Nachhaltigkeitsberichterstattung analysiert.

 

Ein Dialog zur Priorisierung von Themen im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung ist eine mögliche Form der Beteiligung im Rahmen des Stakeholdermanagements. Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Anwohner, Politik, Verwaltung und Medien, sie alle stellen unterschiedliche Ansprüche an Unternehmen. Nur im direkten Kontakt mit ihnen erfährt ein Unternehmen, welche Ansprüche an es gestellt werden und welchen Herausforderungen es sich stellen muss. Im Rahmen eines vernetzten Nachhaltigkeitsmanagements bedeutet dies: fragen, zuhören, sammeln, priorisieren und Feedback geben. Dabei gibt es nicht das eine richtige Format. Vielmehr entscheiden die Art und Zusammensetzung der Zielgruppe darüber, wie ein Nachhaltigkeitsdialog ausgestaltet werden sollte. Die Zielgruppe des Leitfadens sind kleine und mittelständische Logistik-Unternehmen, die sich noch wenig mit dem Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung auseinander gesetzt haben.